Flammend Herz
Zeichnungen,Fotos und Bücher von Herbert Hoffmann

 

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Motivtafeln

Hamburger Tätowierungen von 1950 bis 1965, mit einem Vorwort von Herbert Hoffmann und Schwarzweißphotos aus dem Privatarchiv des Tätowierers. 136 Seiten durchgehend vierfarbig einseitig bedruckt.

Eine Sammlung von traditionellen, maritimen Tätowiervorlagen, die der legendäre Hamburger Tätowierer Herbert Hoffmann in den 1950er und 60er Jahren für seine Kunden zeichnete. Palmen und Hulagirls, Segelschiffe und Piratenköpfe, Seefahrerromantik und Abenteuerlust - der rauhe Wind der Hafenstädte weht durch dieses einmalige Stück Kulturgeschichte.

Zweisprachig: englisch/deutsch. Paperbackausgabe. Hrsg. von Oliver Ruts & Andrea Schuler, Memoria Pulp, Berlin, 2002. Format: 28x40cm, ISBN 3-930559-76-5
Leseprobe
Auszug aus dem Vorwort von Herbert Hoffmann In Bremen, Hamburg und Kopenhagen ließ ich mich selbst tätowieren. Von Tatovør Ole aus Kopenhagen bekam ich dazu meine erste Tätowiermaschine. Fortan zeichnete ich in jeder freien Minute Tätowiermotive. Jeden Tätowierten den ich sah, sprach ich auf der Straße an, ob er noch mehr Tätowierungen haben möchte, und fast alle sagten JA. Während vieler Jahre habe ich als Amateurtätowierer viele, viele Leute unentgeltlich tätowiert und mich mehr und mehr vervollkommnet. Mein Antrag für eine Gewerbeerlaubnis zum Tätowieren wurde noch 1958 in Düsseldorf mit der Begründung abgelehnt, daß Tätowieren kein Beruf sei! Daraufhin zog ich 1960 nach Hamburg und eröffnete mein Tätowiergeschäft am Hamburger Berg 8 - eine Nebenstraße der Reeperbahn. Mit dem Namen Tätowierstube wollte ich gemütliche, behagliche, wohnliche Atmosphäre mit persönlicher, freundschaftlicher Vertrautheit kundtun. Meine Kundschaft bestand überwiegend aus Seeleuten, Hafen-, Werft- und Bauarbeitern, die keine eigenen Motivvorstellungen hatten, sondern sich bei mir die Zeichnungen aussuchen wollten. Ich mußte meine Auswahl laufend vergrößern und die Motive ihrem und dem Zeitgeschmack entsprechend ausführen, der noch weitgehend dem der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts entsprach. Man kann sagen, daß das damalige Bildgut, das aus den Jahren zwischen 1900 und 1932 stammte, von mir nur ein bißchen präzisiert und modernisiert wurde. Zwar hatte ich schon eine beträchtliche Auswahl, zum Teil in Mappen und Büchern, die von Hand zu Hand gingen und dabei bald unansehnlich und ramponiert aussahen. Ich begann Tafeln im Format 55x40 cm herzustellen und sie übersichtlich ringsum an den Wänden meines Geschäfts und in den Schaufenstern anzubringen. Ich habe Bild für Bild gezeichnet, erst die Konturen, dann Farbe für Farbe, dazwischen immer die jeweilige Farbe erst trocknen lassen. Als ich sie fertig glaubte, entdeckte ich immer wieder vergessene Stellen, an denen ich nachcolorieren mußte. Da ich lichtechte Plakafarben verwandte, überdeckte diese die Konturen weitgehend. Das erforderte, alle Konturen nachzuziehen, und dann wurden die Schattierungen eingebracht. Nach mehr als dreijähriger Zeichenarbeit hatte ich 44 Blätter gezeichnet, brachte sie zur Buchbinderei und ließ sie dort auf Pappe ziehen und mit Cellophanfolien schützen. Die Wände meines Tätowierraumes wurden vollständig damit bedeckt.

Portrait
Herbert Hoffmann, Jahrgang 1919, ist der älteste noch lebende Tätowierer Deutschlands und gilt nicht nur in Tattookreisen als lebende Legende. Viele Jahrzehnte führte er die "Ülteste Tätowierstube Deutschlands"in Hamburg-St. Pauli. Zu seinen Kunden zählten neben Seeleuten und Hafenarbeitern auch einige prominente Persönlichkeiten, die den exotisch-anrüchigen Ort am nur heimlich aufsuchten.Heute lebt Herbert Hoffmann in der Schweiz und besucht Tattoomessen in ganz Europa, wo er als Ehrengast über die Geschichte und Tradition der Tätowierkultur berichtet.

Rezensionen und Kritiken
Das Buch durchzublättern, ist wie eine Zeitreise zurück in eine Üra, die heute gerne als romantischste der deutschen Tattoogeschichte verklärt wird. Eine Zeit, in der Tätowierungen nicht nur als Schmuck dienten, sondern auch den Erinnerungen und dem Zweck der Markierung. TÜTOWIERMAGAZIN, Dezember 2000 Tattoos sind schon seit langem wieder gesellschaftsfähig. Herbert Hoffmann hat sein Leben lang dafür gekämpft. Sein liebevoll gestaltetes, fröhliches Vorlagenbuch hat das Zeug zum Bestseller. DER TAGESSPIEGEL, Dezember 2000

Das Buch Motivtafeln Herbert Hoffmann: Motivtafeln
von Ruts, Oliver / Schuler, Andrea

Herbert Hoffmann: Motivtafeln
Zweisprachige Ausgabe: Deutsch - Englisch. Mit einem Vorwort v. Hoffmann, Herbert


Zeichnungen, Fotos + Bücher
von Herbert Hoffmann

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