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Stellungnahme von Ernst Günter Götz [ Älteste Tätowierstube in Deutschland ] Seite 3
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Herbert war anfangs eine sehr große Hilfe bei Schreibarbeiten, die er mit viel Hingabe vollzog. Er holte Angebote für die Renovierung des Hauses ein und half bei Umbau- und Aufräumarbeiten wo immer er konnte.Bevor ich noch an die Renovierung meiner Wohnung dachte bauten wir neue Fenster und eine neue Fernwärmeheizung ein. Ich ließ Dach und Fassade renovieren und begann als erstes mit der Neugestaltung von Herbert Hoffmanns Wohnung; neues Bad, neue Einbauküche, Stuck Restauration sowie Maler und Tapezierarbeiten. Mein Onkel unterstützte mich mit einem2. Kreditvertrag über DM 80.000,-
Nach dem Tode meiner Schwägerin und deren Stiefsohn bei einem Verkehrsunfall nahmen wir deren 2 Töchter bei uns auf und kümmerten uns auch um meinen schwer behinderten Schwager. Am ersten Tag seiner Ankunft ging alles etwas drunter und drüber. Ich weiß es
noch genau; meine Frau war nach dem Mittagessen beim Spülen, Opa Albert saß auf
der Eckbank, mein Schwager Tony und seine Bekannte saßen mit beiden Kindern auch noch in der Küche, noch zudem waren zwei Handwerker da und hatten Fragen zu Arbeiten in meiner Wohnung, die noch praktisch im Rohbau war. Das alles war bei mir in der Küche, ein Raum von 4,0m x 4,0m . Herbert kam just in dieses Chaos mit Karlmann und Jack und wollte sich auch noch zu uns gesellen. Meiner Frau wurde alles zuviel und so bat ich Herbert, doch bitte die ersten Tage etwas Abstand zu halten, da ja seine Wohnung schon fertig sei, aber bei uns mit so vielen Personen alles drunter und drüber gehe, da sich das ganze Leben in dieser kleinen Wohnküche abspielte. Von nun an ging alles bergab! Herbert empfand es als Rausschmiss, ich hätte besser die Handwerker nach Hause schicken sollen, so etwas hätte er nicht verdient. Das Ganze war im Januar 1988. Es folgten eine ganze Reihe von bösen Briefen. Eine Anschuldigung folgte einer Rechtfertigung, und so ging es ein ganzes Jahr lang!
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Als im November 1989 die Mauer fiel, sah Herbert eine Lösung:
er machte mir den Vorschlag, dass ich das Haus, in welches ich jede Mark die ich übrig hatte investierte, an ihn - ohne Geldausgleich, zurück übereignen solle. Mein Cousin Erhard aus der damaligen DDR sollte das Geschäft übernehmen und von mir noch ein Jahr eingearbeitet werden. Danach hätte ich eine Tätowierausrüstung erhalten und hätte gehen können. Anmerkung: Das Haus hatte in der Zwischenzeit eine erhebliche Wertsteigerung erhalten; in etwa das fünf – fache, laut Gutachten.
Ich hatte kaum Rücklagen, da das Haus eine gute Sicherheit darstellte. Ich hatte zwei Angestellte, eine Frau und zwei Pflegekinder zu versorgen. Ich lehnte also aus guten Gründen den als Friedensversuch getarnten Rausschmiss ab. Es folgte eine Familienchronik von Herbert Hoffmann, akribisch ausgearbeitet,worin meine Familie und insbesondere ich in ein falsches und schlechtes Licht gerückt wurde. Alle Belege, Zeugnisse und Beweise wurden ignoriert. Freunde von Herbert versuchten Einfluss zu nehmen und eine Änderung herbeizuführen (siehe Anlage 0), aber Herbert hatte sich festgebissen! In seinen Augen war ich abgrundtief schlecht und alles was ich je tat war ins negative gerutscht.
So lange alles in Herberts Interesse lag war alles OK. Nun bekamen meine Bekannten und Helfer Drohungen mit einer Anzeige wegen Schwarzarbeit! (siehe Anlage 4 vom 06.12.1989)
Ende 1989 kündigte mir Herbert den Kredit, rechnete Zinsen und Zinseszinsen aus, für die er sich vorsorglich schon Schuldscheine ausstellen ließ und forderte das Geld binnen 3 Monaten zurück. Ich stellte einen Kreditantrag bei meiner Hamburger Bank, welcher mit der Begründung abgelehnt wurde : „Uns liegt hier ein Schreiben von Herrn Hoffmann vor, woraus ersichtlich ist, dass sie stark verschuldet sind und somit können wir Ihnen keinen Kredit gewähren.“ |
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Zeichnungen,
Fotos + Bücher
von Herbert Hoffmann
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