Flammend Herz

Stellungnahme von Ernst Günter Götz
[ Älteste Tätowierstube in Deutschland ]
Seite 4

Bei meiner Hausbank in meiner Heimatstadt Bad Kissingen erklärte ich den Sachverhalt und man gab mir bedenkenlos das Geld um Herberts Forderungen zu begleichen.
Doch damit nicht genug!
Herbert verlangte nun das Geld, das er mir zur Renovierung zur Verfügung stellte zurück.
Auch das wurde problemlos von meiner Bank erledigt.
Herbert wollte mich unbedingt loswerden und kündigte mir sein Wohnrecht im Hause und ließ sich dieses mit DM 90.000,- plus DM 23.500,- plus Zinsen zurückzahlen (siehe Anlage 5, 6, 7)!
Damit alle finanziellen Forderungen beglichen werden konnten erhielt ich natürlich die Unterstützung meiner Eltern und meiner Schwiegereltern, ohne die das alles nur sehr schwer hätte beglichen werden können.
Nachdem Herbert sah, dass ich so nicht klein zu kriegen war, besann er sich einer neuen, etwas anderen Möglichkeit! (siehe Anlage 8 vom 09.12.1990)

Er forderte sämtliches Geschäfts – und noch verbliebenes Wohnungsinventar zurück. Es schreckte ihn nicht einmal ab, 20 Jahre alte Plastikgleiter in den Gardinenstangen aufzuführen.
Herbert reichte durch seinen Anwalt Klage beim Landgericht Hamburg auf Herausgabe der Gegenstände ein! Nach dem üblichen Hin und Her zwischen den beauftragten Anwälten kam es zur Verhandlung:
Entgegen der Empfehlung meines Anwaltes willigte ich ein, alle geforderten Dinge innerhalb einer gestaffelten Frist, an Herbert herauszugeben. Am Ende der Sitzung fragte der Richter : „Ist das jetzt alles was sie wollten Herr Hoffmann?!“, worauf dieser bejahte.(Anlage 9 Gerichtsurteil)
Lieber Leser, Sie denken es ist vorbei? Nein, falsch gedacht

Die ersten beiden Fristen wurden von mir pünktlich eingehalten!
Doch dann überkam es Herbert wieder! Eines Tages stand er ohne Vorankündigung im Geschäft, 2 Rentnerporsche (Rolltaschen) und mehrere Taschen. Karlmann sollte ihm tragen helfen. Ich sagte : „hallo, was ist denn los, was kann ich tun? „(ich ahnte was kommen musste). Herbert meinte, er wolle nun endlich die restlichen ihm zugesagten Gegenstände abholen, ich erwiderte, dass wir einen gerichtlichen Vergleich geschlossen haben und er die Sachen wie vereinbart zu diesem Termin bekommen werde.
Herbert: „Ich bin jetzt in Hamburg und hole sie jetzt!“
Günter: „Damit entziehst du mir die Erwerbsgrundlage, das kannst du nicht tun.“
Herbert: „Du junger Schnösel hast mir gar nichts zu sagen! Ich gehe jetzt nach unten und hole meine Sachen.“

Günter: „ Dann zwingst du mich, die Polizei einzuschalten.“
Herbert: „Das machst du ja doch nicht.“
Einwurf Karlmann: „Herbert, lass gut sein.“
Herbert: „Ich hole jetzt was mir gehört!“
Günter zu Karlmann: „Was soll ich tun?“
-Hilfloses Schulterzucken!
Mir blieb nichts anderes übrig als die Wache anzurufen und um Unterstützung zu bitten. Als die beiden Beamten eintraten erklärte ich ihnen den Sachverhalt und zeigte ihnen das Gerichtsurteil.
Die Beamten gingen in die Werkstatt, wo Herbert Hoffmann hantierte und sagten zu ihm, wenn er nicht augenblicklich das Gebäude verlassen würde, sähen sie sich gezwungen ihn wegen Hausfriedensbruch festzunehmen.

Zeichnungen, Fotos + Bücher
von Herbert Hoffmann

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